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Martin friendica
Der Supreme Court hat ja gerade einen Lauf. Klar könnte man jetzt sagen, dass der weibliche Körper reguliert wird, während der Schornstein eines Kohlekraftwerk machen kann, was er will. Man kann aber auch sagen, dass der Supreme Court die Legislative stärkt.

Es ist nicht der Supreme Court, der Anti-Abtreibungsgesetze verabschiedet, sondern die gewählten Parlamentarier. Auf die sollte man eher wütend sein. Das kann eine produktive Wut sein, denn die Parlamentarier kann man, im Gegensatz zu den Mitgliedern des Supreme Court, auch wieder abwählen.

Der Supreme Court hat jetzt auch entschieden, dass bedeutende gesellschaftliche Entscheidungen, wie z.B. das CO2-Budget nicht von der Exekutive sondern von der Legislative getroffen werden müssen.

Nur leider ist die Legislative in den USA weitestgehend handlungsunfähig. Klar ist das den konservativen Richtern am Supreme Court bewusst und wahrscheinlich auch privat für gut befunden. Trotzdem fehlt es mir schwer, mich über ein Oberstes Gericht zu ärgern, das das Parlament stärkt und die Macht der Exekutive begrenzt.